Danach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im Himmel, und die erste Stimme, die ich mit mir hatte
reden hören wie eine Posaune, die sprach: Steig herauf, ich will dir zeigen, was nach
diesem geschehen soll. Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand
im Himmel, und auf dem Thron saß einer. Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und
ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
Johannes hörte jetzt wieder die Stimme aus Offenbarung 1,10.
Der auf dem Thron sitzt muss Gott Vater sein, da in Offenbarung 5,6
zusätzlich noch Jesus Christus erwähnt wird, wie er zwischen dem Thron und den Ältesten steht.
Johannes versucht an dieser Stelle, mit irdischen Mitteln die Schönheit Gottes zu
beschreiben. Der Regenbogen ist ein Zeichen dafür, dass Gott die Welt so sehr
geliebt hat, dass er seinen einzig geborenen Sohn für uns ans Kreuz gehen ließ, damit wir gerettet werden können (vgl.
Johannes 3,16).
Offenbarung 4,4
Und um den Thron waren vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen saßen
vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten
auf ihren Häuptern goldene Kronen.
Diese 24 Ältesten haben weiße Kleider und goldene Kronen. Die weißen Kleider sind ein Symbol
dafür, dass sie durch das Opfer Jesu am Kreuz von ihren Sünden reingewaschen
wurden. Sie wurden reingewaschen, indem sie Jesus als persönlichen Erlöser angenommen haben. Die Kronen sind
Siegeskronen, weil sie durch Jesus überwunden haben.
Hinweis: An dieser Stelle könnte man auch davon ausgehen, dass mit den 24 Ältesten Engel gemeint sind.
Da aber die Engel, die heute noch um den Thron dienen, nie gesündigt haben und deshalb auch keine weißen Gewänder
benötigen, können wir davon ausgehen, dass damit Erlöste gemeint sind.
Interessant ist auch, dass sie erwähnt werden, bevor Jesus das Buch mit den sieben
Siegeln öffnet (vgl. Offenbarung 5,1). Wie wir in
Offenbarung 6 sehen werden, stellen die sieben Siegel sieben
Abschnitte der Geschichte des Volkes Gottes
von der Zeit Jesu ab bis zu seiner Wiederkunft dar. Diese 24 Ältesten müssen
also zeitlich gesehen, schon vor der Wiederkunft Jesu vor dem Thron Gottes sein.
Nach Matthäus 27,52.53 sind bei der Auferstehung Jesu ebenfalls etliche aus den Gräbern
auferstanden. Nach Offenbarung 5,9.10 wissen wir, dass diese
24 Ältesten durch den Tod Jesu erkauft wurden und seit dem als Priester vor Gott sind. Damit stellen sie die Menschen dar, die
bei der Auferstehung Jesu mit auferstanden sind.
Hinweis: Nach Hebräer 8,5 war der Tempel in Jerusalem ein Abbild des himmlischen
Tempels. In 1. Chronik 24,4.5 können wir nachlesen, dass aus Aarons Nachkommen ebenfalls
24 Priester zum Dienst am Heiligtum zugeordnet wurden.
Offenbarung 4,6.7
Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall,
und in der Mitte am Thron und um den Thron vier himmlische Gestalten,
voller Augen vorn und hinten. Und die erste Gestalt war gleich einem
Löwen, und die zweite Gestalt war gleich einem Stier, und die dritte
Gestalt hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und die vierte Gestalt war
gleich einem fliegenden Adler.
Diese vier himmlischen Gestalten ähneln sehr der Beschreibung in Hesekiel 1 und 10, weshalb
wir davon ausgehen können, dass es dieselben Gestalten sind.
Weil eine Gestalt ein Antlitz wie ein Mensch hat, könnten wir auch davon ausgehen, dass
diese Gestalten ein Symbol für die Gemeinde Gottes auf Erden sind. In Hesekiel 1,20
wird z.B. erwähnt, dass der Geist in den Rädern der Gestalten ist. Deshalb können wir
folgern, dass die Gemeinde Gottes durch den Geist Gottes vorangetrieben wird.
Hinweis: Die Organisation der christlichen Gemeinden kann so perfekt wie nur
möglich sein. Wenn sie nicht durch den Geist Gottes getrieben wird, kann sie nicht
wirksam sein.
Offenbarung 4,11
Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft;
denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden
sie geschaffen.
Die Bibel betont an mehreren Stellen, dass diese Erde und wir Menschen nicht aus Zufall
entstanden sind, sondern dass wir von einem liebenden Gott erschaffen wurden
(vgl. Evolution vs. Schöpfung).
Im 4. Gebot gebietet uns Gott, dass wir den Sabbat halten sollen zum Gedenken
an seine Schöpfung (vgl. Der Ruhetag Gottes).
Für dieses Werk der Schöpfung gebührt ihm Preis und Ehre (vgl. Jesus als Schöpfer).
Hinweis: Der 7.Tag ist laut Bibel definitiv der Samstag (vgl.
Der Ruhetag Gottes). Viele Kirchen halten den Sonntag als Ruhetag und
rechtfertigen dies damit, dass Jesus am 1. Tag der Woche auferstanden ist. Doch dies
gebietet uns die Bibel nicht, sondern wir sollen am Sabbat der Schöpfung gedenken
(vgl. 2. Mose 20,8-11)!
Offenbarung 5,1-6
Und ich sah in der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß, ein
Buch, beschrieben innen und außen, versiegelt mit sieben Siegeln.
Und ich sah einen starken Engel, der rief mit großer Stimme: Wer
ist würdig, das Buch aufzutun und seine Siegel zu brechen ? Und niemand, weder
im Himmel noch auf Erden noch unter der Erde, konnte das Buch auftun und
hineinsehen. Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das
Buch aufzutun und hineinzusehen. Und
einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat
überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids,
aufzutun das Buch und seine sieben Siegel. Und ich sah mitten zwischen
dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten
ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das
sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.
Gott Vater, der auf dem Thron sitzt, hält ein äußerst wichtiges
Buch in seinen Händen: Das Buch mit den sieben Siegeln. Dieses Buch beinhaltet
die Geschichte der Gemeinde Jesu. Die sieben Siegel stellen dabei sieben geschichtliche Zeitabschnitte dar, die wir in
Offenbarung 6 näher besprechen werden.
Warum kann nur Jesus diese Siegel öffnen?
Das Lamm ist in der Bibel ein Symbol für Jesus (vgl. Johannes 1,29). Sünde ist
ja Trennung von Gott und weil jeder Mensch sündigt, haben wir uns von Gott getrennt und
müssen deshalb sterben. Jesus kam nun als Mensch auf diese Erde und starb am Kreuz für
unsere Sünden, damit nicht wir die Schuld unserer Verfehlungen tragen müssen, sondern er
nahm sie auf sich, obwohl er nie gesündigt hatte. Wenn wir nun unsere Sünden bekennen, so
laden wir diese Sünden auf Jesus. Sein Blut am Kreuz reinigt uns von all unserer Schuld.
Hinweis: Wer seine Sünden bekennt und sich trotzdem nicht besser fühlt, dem sei
gesagt, dass Sündenbekenntnis nichts mit Gefühlen zu tun hat. Wenn die Bibel uns sagt,
dass wir von unsere Sünden befreit werden, wenn wir sie bekennen, so können wir
davon ausgehen, dass dies auch so ist, auch wenn wir es nicht fühlen (vgl. 1.Johannes
1,9).
Hinweis: Irrtümlicherweise wird die Offenbarung oft auch als das Buch
mit den sieben Siegeln bezeichnet.
Offenbarung 5,7-10
Und als es das Buch nahm, da fielen die vier Gestalten .. nieder vor dem Lamm .. und sie sangen
ein neues Lied: Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn
du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott
erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen und
hast sie unserem Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.
Wie wir im vorherigen Vers schon diskutiert haben, sind alle Menschen Sünder (vgl. Römer 3,10).
Ohne Jesus wären wir alle verloren, da wir nichts zu unserer Erlösung beitragen können.
Durch seinen Tod und mit seinem Blut hat er uns aber erkauft. Dadurch, dass Jesus ohne Sünde
war, können wir uns wieder Gott nähern. Gott versöhnte die Welt durch Jesus mit sich
selber (vgl. 2.Korinther 5,19). Wenn wir nun Jesus annehmen, so dürfen wir uns wieder
Gott nähern und so werden wir zu Priestern.
Hinweis: Wir brauchen nicht einen Priester, um uns Gott zu nähern, sondern durch
den Tod Jesu werden wir selber zu Priestern, weil wir uns Gott wieder durch Jesus
nähern dürfen.
Offenbarung 5,11
Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron und
um die Gestalten und um die Ältesten her, und ihre Zahl war vieltausendmal
tausend;
Vieltausendmal tausend entspricht, wenn man es mathematisch betrachtet, Millionen von Engeln.
Im Himmel muss es demnach eine unzählige Menge an Engeln geben, die alle Gott dienen.