Offenbarung 11
| Offenbarung 11,1.2 |
Und es wurde mir ein Rohr gegeben, einem Meßstab gleich, und mir wurde
gesagt: Steh auf und miß den Tempel Gottes und den Altar und die
dort anbeten. Aber den äußeren Vorhof des Tempels laß
weg und miß ihn nicht, denn er ist den Heiden gegeben; und die
heilige Stadt werden sie zertreten zweiundvierzig Monate lang.
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Nachdem in
Offenbarung 10 vom Beginn des Gerichts oder
besser gesagt, von der großen Enttäuschung im Jahre 1844 n. Chr. die Rede ist, die zu der Erkenntnis
führte, dass in diesem Jahre das Vorwiederkunftsgericht begonnen hatte (vgl.
Das Gericht), ist nun an dieser Stelle von einem Messen die
Rede. Um etwas messen zu können, muss man es aber erst einmal genau betrachten.
Es fällt auf, dass der Tempel, der Altar und die darin anbeten, getrennt voneinander betrachtet
werden. Damit kann es sich bei dem Tempel nicht um die Gemeinde Gottes handeln, da diese bereits durch die
Anbeter dargestellt wird.
Mit dem Tempel kann aber auch nicht der Tempel des Alten Testaments gemeint sein, da
man bei diesem Tempel nur im Vorhof anbeten durfte und der Tempel zu der Zeit, als Johannes die Offenbarung empfing,
bereits durch die Römer zerstört war. Damit kann es sich nur noch um den
himmlischen Tempel, das himmlische Heiligtum handeln (vgl. Das
himmlische Heiligtum).
Hinweis: Vers 19 bestätigt obige Auslegung, da dort vom Tempel Gottes im Himmel
die Rede ist.
Das Messen derjenigen, die im Tempel anbeten bedeutet nun, dass Gott anhand unseres Handelns untersucht,
welchen Glauben wir haben. Menschen werden nur durch ihren Glauben gerettet, aber der Glaube zeigt sich
in unseren Werken, weil Glaube ohne Werke tot ist (Hebräer 11,14):
Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen
wird ...
Was hat es nun mit dem Vorhof, der den Heiden gegeben ist, auf sich?
Im alttestamentlichen Tempel, der nach Hebräer 9,24 ein Schatten oder Abbild des himmlischen Tempels war (vgl.
Das himmlische Heiligtum),
befand sich der Vorhof mit dem Opferalter außerhalb des eigentlichen Tempels. Die Opferungen der Tiere
waren ja nur sinnbildliche Handlungen, die auf das Opfer Jesu am Kreuz verweisen sollten. Da Jesus hier auf Erden geopfert
wurde, kann der Vorhof nicht im himmlischen Tempel sein. Im Himmel kann es ja auch keinen Tod geben.
Dass der Vorhof den Heiden gegeben ist, deutet den Missbrauch des Opfers Jesu an. Durch das einmalige Opfer Jesu am
Kreuz sind keine weiteren Opfer mehr nötig (vgl. Hebräer 9,28). Dies wird auch dadurch ersichtlich, dass beim Tod
Jesu der Vorhang im Tempel zerriss, der die zwei Abteilungen des Heiligtums trennte. Das alte Opfersystem hatte seine Erfüllung gefunden. Dennoch wird
heute in manchen Religionen immer noch geopfert und es werden Priester eingesetzt, obwohl Jesus
seit seiner Auffahrt in den Himmel unser Hohenpriester ist (vgl. Hebräer 8,1) und zur Rechten Gottes sitzt.
Es deutet also auf einen falschen Gottesdienst hin, auf einen Gottesdienst, bei dem ein falscher Priester eingesetzt
und Gottes Wort durch Menschensatzungen ersetzt wurde.
Die Heiden werden nun die heilige Stadt 42 Monate zertreten. Dieser Zeitraum begegnet uns
des Öfteren in der Bibel und stellt die Zeit der päpstlichen Vorherrschaft in Europa dar (vgl. z.B. Offenbarung
12,6). Die Heiden sind nun diejenigen, die im Vorhof leben. Dies drückt die rein äußere Zugehörigkeit zur Kirche
aus, aber es fehlt die lebendige Gemeinschaft mit Jesus, unserem Hohenpriester im Himmel. Die heilige Stadt stand
im Alten Testament für Jerusalem. Im Neuen Testament ist Jerusalem nach Galater 4,26 auch ein Symbol für
die Gemeinde Jesu. So ist die Zertretung der heiligen Stadt ein Symbol für die Verfolgungen der Gemeinde Gottes im
Mittelalter durch angebliche Nachfolger Jesu, denen eine echte Beziehung zu Jesus fehlte (Johannes 16,1.2):
Das habe ich zu euch geredet, damit ihr nicht abfallt. Sie werden euch aus der Synagoge
ausstoßen. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst damit.
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| Offenbarung 11,3-5 |
Und
ich will meinen zwei Zeugen Macht geben, und sie sollen weissagen tausendzweihundertundsechzig
Tage lang, angetan mit Trauerkleidern. Diese sind die zwei Ölbäume
und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. Und wenn ihnen
jemand Schaden tun will, so kommt Feuer aus ihrem Mund und verzehrt
ihre Feinde; und wenn ihnen jemand Schaden tun will, muß er so
getötet werden. |
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An dieser Stelle begegnet uns wieder der Zeitraum von 1260 Tagen, der gleichbedeutend mit 42 Monaten oder
1 Zeit und 2 Zeiten und eine halbe Zeit ist. In allen drei Fällen bestimmt dieser Zeitraum
nach dem Jahr-Tag-Prinzip die päpstliche Vorherrschaft
während eines Zeitraums von 1260 Jahren (vgl. Daniel
7,25b).
In Johannes 5,31-40 erfahren wir, dass Jesus die Schrift als diejenige ausweist, die von ihm zeugt.
Deshalb können wir davon ausgehen, dass die zwei Zeugen, die zwei Ölbäume oder die zwei Leuchter
für das Alte und das Neue Testament stehen, die von Jesus zeugen. Öl ist in der Bibel ein Symbol für den heiligen Geist und
Jesus ist das Licht der Welt. Darum sind das AT und NT die zwei Ölbäume, weil sie von Menschen geschrieben wurden,
die vom heiligen Geist inspiriert waren. Sie sind die Leuchter, weil sie vom Licht der Welt zeugen. Beide sind wichtige Zeugnisse für
den Ursprung und die Fortdauer des Gesetzes Gottes. Beide sind gleichfalls Zeugen für den Heilsplan.
Die Vorbilder, die Opfer und die Weissagungen des Alten Testaments weisen auf den kommenden Erlöser
hin. Die Evangelien und die Briefe des Neuen Testaments berichten von einem Heiland, der genau so
gekommen ist, wie es die Vorbilder und Weissagungen vorhergesagt hatten.
Was bedeutet es nun, dass die Zeugen mit Trauerkleidern angetan sind?
Im "finsteren" Mittelalter wurde fast alles getan, um die Bibel dem Volk vorzuenthalten. Auch wurde unter
dem Vorwand der Ehrfurcht vor der Bibel diese in einer unbekannten Sprache vor dem Volk verschlossen und
verborgen gehalten. Dieser Zustand wird durch die Trauerkleider dargestellt.
Hinweis: Der 14. Kanon des Konzils zu Toulouse lautet: "Die Laien dürfen die Bücher
des A. und N.T. nicht besitzen." Hefele V, 982. Auf gleiche Weise verbot das Konzil zu
Trient, die Bibel ohne einen Erlaubnisschein vom Bischof zu lesen, und wer es tue, begehe
eine Todsünde. Die Bibel war während der 1260 Jahre weitest gehend durch Legenden
und kirchliche Überlieferungen verdrängt worden. Anstelle
der Verkündigung der Errettung durch Gnade, pochte die Kirche
auf Werkgerechtigkeit: Wallfahrten, Ablass, Reliquienverehrung
und andere "fromme Werke".
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| Offenbarung 11,6 |
Diese haben Macht, den Himmel zu verschließen, damit es nicht regne
in den Tagen der Weissagung, und haben Macht über die Wasser, sie
in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit Plagen aller Art,
sooft sie wollen. |
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Als Israel vom
Pharao in Knechtschaft gehalten wurde, hatte das Wort Gottes in Moses Mund die Macht, die
Gewässer Ägyptens in Blut zu verwandeln. Als Israel zur Zeit Isebels der Abgötterei
verfallen war, da hatte das Wort Gottes in Elias Mund die Macht, den Himmel zu verschließen,
damit es drei Jahre nicht regnen sollte.
Alles was Gott uns durch sein Wort, die Bibel, bezeugt, wird eintreten. Die letzten Plagen z.B.,
die über diese Erde gehen werden (vgl. Offenbarung 15/16),
werden ganz sicher eintreten, da Gottes Wort es so bezeugt.
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| Offenbarung 11,7.8 |
Und
wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, so wird das Tier, das aus dem
Abgrund aufsteigt, mit ihnen kämpfen und wird sie überwinden
und wird sie töten. Und ihre Leichname werden liegen auf dem Marktplatz
der großen Stadt, die heißt geistlich: Sodom und Ägypten, wo auch ihr Herr
gekreuzigt wurde. |
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Nachdem die Bibel,
Gottes Zeugen, während des Mittelalters unter größten Schwierigkeiten gegen den
zunehmenden Abfall geweissagt haben, so sollte am Ende dieser Zeit das Tier aus dem Abgrund aufkommen
und sie völlig vernichten.
Was aber ist das Tier aus dem Abgrund?
Wie wir in Daniel 7,25b gesehen haben, endeten die
1260 Jahre im Jahre 1798 n. Chr., als der General Napoleons den damaligen Papst gefangen nahm. Damit
war die päpstliche Vorherrschaft zu Ende.
Hinweis: Durch den Einfluss Roms waren in Frankreich, wie in keinem anderen
Land Europas, schwere Verfolgungen über die Bekenner des Evangeliums
hereingebrochen. In der Bartholomäusnacht 1572 n. Chr. wurden zahllose
Anhänger der Reformation getötet. Die Hugenotten erklärte
man für vogelfrei. Das päpstliche Rom billigte die Unterdrückung
der Bevölkerung und rechtfertigte alles Handeln durch die Bibel,
so dass die Bevölkerung die Bibel ablehnte, obwohl sie sie doch
gar nicht kannte.
Am 26. November 1793 n. Chr. war durch Erlass der Nationalversammlung
in Paris die Religion offiziell abgeschafft worden. Alle religiösen
Schriften (inkl. Bibel) wurden verbrannt. Die zwei Zeugen wurden getötet.
Da nach Daniel 7,23 ein Tier ein Symbol für eine politische
Macht ist, können wir das Tier, das aus dem Abgrund aufsteigt, als Atheismus deuten, der mit
Hilfe einer Staatsmacht, in diesem Fall Frankreich, gegen die Bibel kämpft.
Hinweis: Frankreich ist die einzige Nation in der Welt, von der berichtet wird,
dass sie als Nation ihre Hand in offener Empörung gegen den Gott, den Schöpfer des Weltalls,
erhoben hat. Frankreich steht in der Weltgeschichte als einziger Staat da, der durch den Erlass
seiner gesetzgebenden Versammlung erklärte, dass es keinen Gott gebe, in dessen Hauptstadt
sämtliche Bewohner vor Freude sangen und tanzten, als sie die Bekanntmachung empfingen.
Das geistliche Sodom und Ägypten können wir mit Hilfe Jeremia 23,14 deuten. Dort wird
Jerusalem als Sodom bezeichnet, weil die Bewohner von Gott abwichen. Wir wissen ja, dass
Sodom und Gomorra das Gericht Gottes traf. Das geistliche Ägypten steht nach 2.Mose 5,2
für die offene Ablehnung Gottes und seines Gesetzes. Der Pharao selbst sagte ja, dass er keinen Gott kenne. Beide Merkmale
treffen auf Frankreich zu.
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| Offenbarung 11,9 |
Und Menschen aus allen Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen
sehen ihre Leichname drei Tage und einen halben und lassen nicht zu,
daß ihre Leichname ins Grab gelegt werden.
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Die
zwei Zeugen sollten drei Tage und einen halben tot sein. Nach dem
Jahr-Tag-Prinzip ergibt sich daraus
ein Zeitraum von 3 1/2 Jahren.
Am 26. November 1793 n. Chr. wurde in Frankreich die Religion abgeschafft. Ziemlich
genau 3 1/2 Jahre später wurden am 17. Juni 1797 n. Chr. die Beschränkungen
der Religion von der Nationalversammlung wieder aufgehoben und volle Religionsfreiheit
gewährt.
Was heißt das aber nun, dass die Leichname nicht ins Grab gelegt wurden?
Nachdem per Gesetz die Religion abgeschafft wurde, trieb man Spott mit der Bibel und
ihren Inhalten. Dazu ein Auszug aus der "Gazette Nationale" vom 14.11.1793:
"Der Volksverein der Museumssektion kündigt an, dass die Mitbürger dieser Sektion
Gerechtigkeit geübt haben an allen Büchern des Aberglaubens und der Lüge. Breviere,
Gebetbücher, Alte und Neue Testamente haben in einem großen Feuer die Torheiten
gesühnt, welche sie die menschliche Rasse bewogen zu begehen."
In Lyon ließ man z.B. einen Esel aus einem Kelch Wein trinken und dann
in feierlicher Prozession die Bibel durch die Straßen schleifen. Auch wurde in dieser
Zeit die 10-Tage-Woche eingeführt, um nicht mehr an den Schöpfer des Himmels und der Erde zu
gedenken (vgl. Evolution vs. Schöpfung).
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| Offenbarung 11,10 |
Und die auf Erden wohnen, freuen sich darüber und sind fröhlich
und werden einander Geschenke senden; denn diese zwei Propheten hatten
gequält, die auf Erden wohnten.
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Mit den Propheten sind wieder das Alte und das Neue Testament gemeint, die von
Gott, Jesus und der Erlösung zeugen. Satan hatte der Welt glauben gemacht, dass die Bibel Quäler der Menschheit
sei und man freute sich, sie nun endlich los zu sein.
Aber es zeigte sich doch sehr schnell, dass eine qualvollere Zeit folgte. Während
zur Ehre der "Vernunft" eine Festlichkeit die andere jagte, floss in Paris
von morgens bis abends das Blut von der Guillotine und in Paris herrschte großes
Elend.
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| Offenbarung 11,11-14 |
Und
nach drei Tagen und einem halben fuhr in sie der Geist des Lebens von
Gott, und sie stellten sich auf ihre Füße und eine große
Furcht fiel auf die, die sie sahen. Und sie hörten eine große
Stimme vom Himmel zu ihnen sagen: Steig herauf! Und sie stiegen auf
in den Himmel in einer Wolke, und es sahen sie ihre Feinde. Und zu derselben
Stunde geschah ein großes Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt
stürzte ein; und es wurden getötet in dem Erdbeben siebentausend
Menschen, und die anderen erschraken und gaben dem Gott des Himmels
die Ehre. Das zweite Wehe ist vorüber; siehe das dritte Wehe kommt
schnell. |
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Nach diesen 3 1/2 Jahren sollte der Geist
in die Zeugen fahren und sie sollten in den Himmel aufsteigen, so dass ihre Feinde sie sehen würden. Der Einfluss
der Bibel sollte bis an den Himmel reichen.
Seit
Frankreich sich gegen beide Zeugen Gottes erhoben hatte, sind diese wie nie
zuvor geehrt worden. Im Jahre 1804 wurde die Britische und die Ausländische
Bibelgesellschaft gegründet. Es folgten ähnliche Einrichtungen mit zahlreichen
Zweigen auf dem europäischen Festland. Im Jahre 1816 nahm die amerikanische
Bibelgesellschaft ihre Tätigkeit auf. Zur Gründungszeit der britischen Gesellschaft
war die Bibel in fünfzig Sprachen gedruckt und verbreitet worden. Seitdem hat man sie
in unzählige Sprachen und Mundarten übersetzt. Übersetzungen aus der Heiligen Schrift
gibt es gegenwärtig in über tausend Sprachen und Dialekten, und jedes Jahr werden
mehrere Millionen Bibeln und Bibelteile in der Welt verbreitet.
Hinweis: Selbst der "blutige" Robespierre erkannte, dass
man mit Gottesleugnung nicht weit komme. Er sagte in einer Rede: "Wenn
es keinen Gott gäbe, so müsse man ihn erfinden".
Betrachten wir nun das Erdbeben und die Stadt. Nach Vers 8 handelt es sich bei der Stadt um die große
Stadt. In Offenbarung 17,18 erfahren wir, dass die große Stadt
für die Hure Babylon steht, die die Herrschaft über die Könige auf Erden hat. Wie wir in Offenbarung
17 gesehen haben, stellt dass sinnbildliche Babylon zur damaligen Zeit das päpstliche Rom dar, das ja einen sehr großen weltlichen
Einflussbereich hatte. Von dem atheistischen Gedanken beflügelt, der übrigens bis in die heutige Zeit zu einer weltweiten Bewegung wurde,
entledigte sich Napoleon 1798 n. Chr. dem Einfluss Roms dadurch, dass er den Papst gefangen nahm. Das symbolische
Babylon erlebte ein Erdbeben und der zehnte Teil, nämlich Frankreich, brach weg.
Hinweis: Nach Daniel 7,7 zerfiel das heidnische Rom unter dem Ansturm der Germanen
in zehn Nationen. Einer dieser Germanenstämme waren die Franken, aus denen das heutige Frankreich hervorging - der zehnte Teil der großen Stadt.
Des Weiteren sollten in diesem Erdbeben, d.h. in diesem religiösen Umbruch, in dem sich das atheistische Frankreich
von der kirchlichen Herrschaft löste, 7000 Menschen getötet werden. In der Elberfelder-Übersetzung heißt es, dass
7000 Menschennamen getötet wurden. Während der französischen Revolution kamen ca. 2 Millionen Menschen um. Von daher
wären die 7000 Menschen unzureichend gewesen. Während der Revolution von 1793-98 n. Chr. und darüber hinaus aber, führte
Frankreich gegen den Adelstitel Krieg. Unter dem Vorwand der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit wurde
beschlossen, alle Ehrentitel, Ehrenämter, das Königtum, dessen Embleme, ja selbst darauf bezügliche Straßen- und
Ortsnamen, abzuschaffen. Ausleger sehen in diesem geschichtlichen Ereignis das Töten von 7000 Menschennamen.
Da nun die zweite Wehe vorüber ist, wird damit wieder an die prophetische
Kette der sieben Posaunen aus Offenbarung 8/9 angeknüpft.
Alle Texte dazwischen sollten zur sechsten Posaune hinzugerechnet werden.
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| Offenbarung 11,15 |
Und der siebente Engel blies seine Posaune; und es erhoben sich große
Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unseres
Herrn und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit
zu Ewigkeit. |
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Aus
Offenbarung 10,7 erfahren wir, dass mit
der siebenten Posaunen das Geheimnis Gottes vollendet ist. Aus Kolosser 2,2 ist
Jesus Christus das Geheimnis Gottes. Die siebte Posaune markiert folglich den Zeitpunkt,
an dem die Gnadenzeit endet. Jesus wird das hohepriesterliche Gewand ablegen und seine Königsgewänder anziehen.
Damit ist sein Reich vollendet. Wenn die Gnadenzeit endet, ist jeder Fall der Menschheit
entweder zum Leben oder zum Tode entschieden worden.
Hinweis: Bis zum Ende der Gnadenzeit ist Jesus nach 1. Johannes 2,1 unser
Fürsprecher im Himmel, der unsere Sünden tilgt. Wenn die Gnadenzeit endet und
das Vorwiederkunftsgericht abgeschlossen ist (vgl. Das Gericht),
wird Jesus aus dem himmlischen Heiligtum heraustreten und die sieben letzten Plagen werden über diese Erde
gehen (vgl. Offenbarung 15/16).
Da das Geheimnis Gottes mit der siebenten Posaune vollendet ist, können wir davon ausgehen,
dass zu diesem Zeitpunkt Tag und Stunde der Wiederkunft Christi von Gott bekannt gegeben
werden. Kurz vor der Sintflut
erhielt Noah ebenfalls die Botschaft (1.Mose 7,4):
Denn von heute an in sieben Tagen will ich regnen lassen
auf Erden ...
Und da nach Matthäus 24,37 das Kommen des Menschensohns genau so sein wird, wie in den
Tagen Noahs, wird wohl Gott den Tag und die Stunde verkündigen.
Hinweis: Man könnte nun damit argumentieren, dass in Matthäus 24,36 steht, dass vom
Tag und der Stunde niemand außer dem Vater Bescheid weiß. Aber es steht nicht da, dass er
den Zeitpunkt nicht kurz vor der Wiederkunft bekannt geben wird. Wenn es so sein wird, wie
in den Tagen Noahs, dann können wir davon ausgehen, dass Gott sein Volk über den Zeitpunkt
informieren wird.
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| Offenbarung 11,18.19 |
Und
die Völker sind zornig geworden; und es ist gekommen dein Zorn
und die Zeit, die Toten zu richten und den Lohn zu geben deinen Knechten,
den Propheten und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den
Großen, und zu vernichten, die die Erde vernichten. Und der Tempel Gottes im Himmel wurde
aufgetan, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel sichtbar; und es geschahen
Blitze und Stimmen und Donner und Erdbeben und ein großer Hagel.
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In diesen Versen ist von unterschiedlichen Ereignisse die Rede:
- Der Zorn der Völker
- Der Zorn Gottes
- Die Zeit um die Toten zu richten
- Lohn der treuen Nachfolger
- Vernichtung der Verderber
- Öffnung des Tempels
Wenn die Gnadenzeit endet, werden die Menschen dieser Erde auf das Volk Gottes zornig werden. Offenbarung
13,15 zeigt auf, dass die Nachfolger Jesu sogar getötet werden sollen, weil sie sich nicht den Menschen unterordnen wollen,
sondern Gott treu bleiben.
Im 19. Jhdt begann die Evolutionstheorie ihren Lauf rund um die Erde. Seit dem haben immer mehr Menschen den Glauben
an einen Schöpfer aufgegeben. Man will unabhängig von Gott sein. Doch Gott hat genau den Tag, den er zum Gedenken an die Schöpfung
eingesetzt hatte und der in den 10 Geboten enthalten ist, als Zeichen der Prüfung für die letzte Zeit
bestimmt. Doch weil die Menschen sich Gott nicht unterordnen wollen, werden sie auf diejenigen zornig sein, die Gott gehorsam sind.
Aber Gott wird für sein Volk eintreten. Er wird das Blatt wenden und die sieben letzten Plagen ausgießen,
die nach Offenbarung 15,1 die Vollendung des Zornes Gottes sind. Nachdem die Plagen ausgegossen
und das Volk Gottes Jesus entgegen entrückt wurde, beginnt das 1000 jährige Reich, bei dem die
gottlosen Toten gerichtet werden. Nach diesen 1000 Jahren wird das Urteil über die Gottlosen vollstreckt.
Das Böse wird für immer vernichtet und eine neue Erde geschaffen werden.
Hinweis: Die Bibel verheißt uns eine neue Erde mit paradiesischen Zuständen. Wer die Schöpfung und damit
den Schöpfer unserer heutigen Erde ablehnt, der kann auch nicht daran glauben, dass Gott unsere Erde neu machen
wird. Wir erkennen, welch furchtbare Folgen die Evolutionstheorie hat.
Was heißt das nun, dass die Lade im Tempel sichtbar wurde?
Offenbarung 14,9 macht deutlich, dass die Plagen Gottes die Folge der Anbetung des
Tieres und seines Bildes sind. Wenn nun die Menschen hergehen und ihren Zorn gegen die Nachfolger Jesu richten, wird Gott
die Bundeslade mit den 10 Geboten am Himmel sichtbar machen. Die Menschen werden dann erkennen, dass sie getäuscht wurden und dass
sie einen falschen Ruhetag (vgl. Das Malzeichen des Tieres) gehalten haben. Nach Offenbarung
17,16 werden sie dann ihren Zorn gegen die Kirchenführer richten, die sie zum Ungehorsam gegen Gottes Gesetz verführt hatten. |
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