Quelle: http://www.dasgeheimnis.de/web/offenbarung_14.htm

Offenbarung 14

Offenbarung 14,1-5 Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters geschrieben auf ihrer Stirn. .. Und sie sangen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Gestalten und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen außer den Hundertvierundvierzigtausend, die erkauft sind von der Erde. Diese sind's, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich; die folgen dem Lamm nach, wohin es geht. Diese sind erkauft aus den Menschen als Erstlinge für Gott und das Lamm, und in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; sie sind untadelig.
 
  Offenbarung 14 bildet zusammen mit Offenbarung 12 und Offenbarung 13 eine Einheit, bei der es um den großen Kampf zwischen Licht und Finsternis geht.

In Kapitel 13 ist beschrieben, wie am Ende dieses Kampfes alle gottfeindlichen Mächte dieser Erde sich gegen das Volk Gottes wenden. Johannes stellte sich dabei sicherlich die Frage, ob die Nachfolger Jesu diesen Angriffen gewachsen seien. Im nächsten Schritt sah Johannes dann in einer Vision die Schar der 144000, die bereits in Offenbarung 7 als diejenigen vorgestellt wurden, die die letzten Angriffe Satans überstehen und die Wiederkunft Jesu miterleben werden.

Während in Kapitel 7 sich die 144000 noch als Versiegelte auf der Erde befinden, stehen sie nun auf dem Berge Zion neben dem Lamm, ein Symbol für Jesus Christus. Damit wird schon vorhergesagt, dass trotz aller Angriffe Satans am Ende der Zeit, alle, die an Jesus glauben und ihm im Gehorsam nachfolgen, siegreich bleiben werden, weil Jesus ihnen diesen Sieg geschenkt hat.

Das Lied, das niemand außer den 144000 lernen kann, ist ein Lied des Sieges und der Erfahrung, denn nur die 144000 werden durch die große Trübsal gehen (vgl. Offenbarung 7,13) und werden während der sieben letzten Plagen (vgl. Offenbarung 15/16) bewahrt bleiben.

Hinweis: Nähere Informationen über die hier genannten Merkmale der 144.000 und was sie bedeuten finden Sie unter "Die 144000".

 
Offenbarung 14,6 Und ich sah einen anderen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen, allen Nationen und Stämmen und Sprachen und Völkern.
 
  Nachdem Johannes den Sieg der 144000 gesehen hatte, sieht er nun nacheinander drei Engel mit gewaltigen Botschaften für die Menschen mitten durch den Himmel fliegen.



Der erste Engel hat dabei ein ewiges Evangelium zu verkündigen, das die Menschen auf Erden zur Nachfolge aufruft.

Was ist das Evangelium und warum ist es ewig?

Das Evangelium (= frohe Botschaft) ist das Angebot Gottes an uns Menschen und handelt von dem großen Erlösungsplan, den Gott schon vor Grundlegung unserer Welt verfasst hat (Eph. 1,4):

Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war ..

Diese frohe Botschaft ist nun seit Adam und Eva die einzige Hoffnung auf Erlösung. Während die Sünde im Paradies Einzug hielt und so die Menschen von ihrem Schöpfer trennte, bestand die einzige Hoffnung darin, dass Gott einen Erlöser in die Welt schicken würde, der die Strafe für unsere Übertretung tragen würde.

Der Plan Gottes zur Erlösung der Menschen, der durch den alttestamentlichen Heiligtumsdienst sinnbildlich dargestellt wurde (vgl. Das himmlische Heiligtum), sah vor, dass Gott selbst die Strafe tragen sollte. Darum wurde der Sohn Gottes in Jesus Christus Mensch (vgl. Die Gottheit Jesus Christus) und trug unsere Sünden am Kreuz von Golgatha (2. Kor. 5,19):

Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.

Hinweis: Während Religion der Versuch des Menschen ist, durch eigene Leistungen, seien es Bußübungen oder besondere Opferungen, die Erlösung zu erlangen, ist Evangelium das Handeln Gottes, um den Menschen zu erlösen.

Wer nun erkennt, mit welcher Liebe Gott seine Geschöpfe liebt und auf welche wundersame Weise er die Erlösung für sie bewirkt hat, der möchte in die Nachfolge Jesu eintreten und aus Liebe zu seinem Gott und zu seinem Erlöser seinen Geboten gehorsam sein, um ihm damit die höchste Ehre zu geben. Diese frohe Botschaft von der Erlösung durch Jesus Christus muss allen Völkern, Sprachen und Nationen verkündet werden, denn so sagte es Jesus selbst in Mt. 24,14:

Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

Somit ist der erste Engel ein Symbol für die Gemeinde Jesu, die von ihrem Herrn und Erlöser selbst den Auftrag erhalten hat, das Evangelium in die ganze Welt zu tragen.

Empfehlung
Noah
 
Offenbarung 14,7 Und er sprach mit großer Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen! Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!
 
  Die Botschaft des ersten Engels fordert die Menschen zu einer Entscheidung für Gott auf. Viele Menschen haben die Botschaft noch nicht gehört oder sind noch unentschlossen in ihrer Nachfolge. Doch so lange die Gnadenzeit währt, kämpft Gott um jeden einzelnen Menschen und bietet ihm Erlösung durch Jesus Christus an. Schon dem Propheten Joel hat Gott gezeigt, dass sich die Menschen am Ende der Zeit entscheiden müssen (Joel 4,14):

Es werden Scharen über Scharen von Menschen sein im Tal der Entscheidung; denn des HERRN Tag ist nahe im Tal der Entscheidung.

Entscheidend an dieser Stelle ist, dass Gott zwar Dinge von uns fordert, aber nur, weil er uns zuvor Erlösung geschenkt hat. Erst kommt die Botschaft des Evangeliums und dann erst die Forderungen Gottes. Wie schon im Alten Testament hat Gott zuerst das Volk Israel aus Ägypten befreit und erst dann hat er ihnen die 10 Gebote gegeben. Gott schenkt eben erst, bevor er Gehorsam erwartet.

Was bedeutet es, Gott zu fürchten und ihm die Ehre zu geben?

Nun, es bedeutet ganz sicher nicht, dass wir uns vor Gott fürchten sollen im Sinne von "Angst haben", denn in mehreren Stellen in der Bibel kommt die Redewendung "Fürchtet euch nicht" vor. Wir müssen also in der Bibel schauen, was es heißt, Gott zu fürchten. Es heißt:

5. Mose 10.12   In den Wegen des Herrn wandeln, ihm dienen und von ganzem Herzen lieben.
1. Mose 22,12   Gott ganz zu vertrauen, auch in Situationen, in denen wir Gottes Handlungsweise nicht verstehen.

Gott fürchten bedeutet also nicht, Angst oder Furcht vor Gott zu haben oder ihm besonders viel Ehrfurcht entgegen zu bringen, sondern es bedeutet ihm zu vertrauen und ihn zu lieben. Es ist eine Reaktion oder eine Antwort auf seine Liebe zu uns Menschen. Wenn wir Gott fürchten, dann geben wir ihm die Ehre. Wer in Demut vor seinem Gott wandelt und in allen Dingen seines Lebens versucht, Gott den ersten Platz einzuräumen, der gibt damit Gott die Ehre und "fürchtet seinen Gott".

Ein weiterer wichtiger Punkt, wie wir Gott die Ehre geben, steht in 1. Kor. 3,16.17:

Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.

Schon auf den ersten Seiten der Bibel erfahren wir, dass wir Geschöpfe Gottes sind (vgl. Evolution gegen Schöpfung). Gott hat uns seinen Geist gegeben, damit wir leben. Weil Gott uns nun durch den Geist am Leben erhält, ist unser Körper ein Tempel des heiligen Geistes, denn der Tempel Gottes ist ein Sinnbild für die Gegenwart Gottes (vgl. Das himmlische Heiligtum).

Dadurch, dass unser Körper ein Tempel Gottes ist und wir ihn deshalb nicht verderben sollen, fordert Gott uns zu einer gesunden Lebensweise auf. Dazu gehört eine gesunde Ernährung, Bewegung, reines Wasser zur äußeren und inneren Anwendung, Sonnenschein, Mäßigkeit und Selbstkontrolle, frische Luft, Entspannung und Ruhe, das Vermeiden von schädlichen Stoffen wie Koffein, Teein, Alkohol und Tabak und es gehört natürlich Gottvertrauen dazu.

Hinweis: Was die gesunde Ernährung anbelangt, so steht z.B. in 3. Mose 11, welche Tierarten Gott zum Verzehr für den Menschen vorgesehen hat und welche nicht. Da Gott der Schöpfer allen Lebens ist und er natürlich will, dass wir leben, hat Gott uns in seinem Wort mitgeteilt, welche Nahrung gesund ist und welche nicht. Allerdings ist zu bedenken, ob bei der heutigen Tierhaltung und den vorhandenen Tierkrankheiten eine vegetarische Ernährung nicht vorzuziehen ist. Zwar sind diese Vorschriften dem alten Israel gegeben worden, aber wenn Gott seinen Geschöpfen allgemeine Ratschläge gibt, dann sollte man sie beachten. Die Hygienevorschriften aus dieser Zeit beachten wir doch auch, ohne darüber nachzudenken (z.B. 4. Mose 19,16), zumal die Einteilung in reine und unreine Tiere schon bei der Sintflut ihre Erwähnung findet.

Hinweis: Weil Gott weiß, dass der Mensch Ruhe benötigt, hat er in seiner grenzenlosen Weisheit einen Tag geschaffen, an dem der Mensch zur Ruhe kommen und Gemeinschaft mit seinem Schöpfer haben darf. Dieser Tag der Ruhe, den die Bibel Sabbat nennt, wurde von Gott bereits im Paradies eingesetzt und ist auch heute noch das Angebot Gottes für uns Menschen (vgl. Der Ruhetag Gottes).

Weiter fordert der Engel uns auf, den anzubeten, der Himmel und Erde erschaffen hat. Es geht also um die Anbetung des Schöpfers, weil nur Gott Anbetung gebührt. In diesem Zusammenhang hat Gott uns ein eigenes Gebot gegeben, das im Zusammenhang mit der Schöpfung steht (2. Mose 20,8-11):

Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.

Wenn es um Anbetung Gottes geht, geht es auch immer um die Beachtung des biblischen Ruhetages, des Sabbats, der zum Gedenken an den Schöpfer von Gott selbst im Paradies eingesetzt wurde.

Hinweis: Weitere Informationen rund um den biblischen Sabbat erfahren Sie unter "Der Ruhetag Gottes".

Kommen wir nun zu dem hier erwähnten Gericht. Was bedeutet es, dass die Stunde seines Gerichts gekommen ist?

Während im heutigen Sprachgebrauch das Wort "Gericht" eher negativ besetzt ist, so stellt es in der Bibel eine frohe Botschaft dar, weil es zur Rechtfertigung der Nachfolger Jesu dient. Da die Bibel unmissverständlich lehrt, dass bereits vor der Wiederkunft Jesu ein Gericht im Himmel stattfindet (vgl. Daniel 7,26), markiert die "Stunde des Gerichts" den Zeitpunkt, an dem das himmlische Gericht beginnt. Wie in Daniel 8,13 bereits dargelegt, hat das Gericht, welches die zweite Phase des himmlischen Versöhnungsdienstes Jesu darstellt (vgl. Das himmlische Heiligtum) bereits im Jahre 1844 n. Chr. begonnen, da in diesem Jahr die Prophezeiung von den 2300 Abenden und Morgen endete. Seit dieser Zeit wird die Drei-Engels-Botschaft auf der ganzen Welt verkündet und sie wird bis zur Wiederkunft Jesu Christi verkündet werden.

Hinweis: Weitere Einzelheiten zum Gericht finden Sie unter "Das Gericht".

 
Offenbarung 14,8 Und ein zweiter Engel folgte, der sprach: sie ist gefallen, Babylon, die große Stadt; denn sie hat mit dem Zorneswein ihrer Hurerei getränkt alle Völker.
 
  Die zweite Engelsbotschaft, die natürlich in direktem Zusammenhang mit der ersten Botschaft und dem Evangelium steht, warnt vor dem Fall Babylons. Es stellt sich natürlich die Frage, was mit Babylon gemeint ist, nachdem das babylonische Reich zur Zeit des Johannes schon lange untergegangen war.

In Offenbarung 17 wird Babylon als Frau mit den folgenden Merkmalen dargestellt:

- Vers 1: Sie sitzt an vielen Wassern
- Vers 2: Sie treibt Hurerei mit den Königen auf Erden
- Vers 2: Sie macht die Menschen mit ihrem Wein betrunken
- Vers 4: Sie ist mit Purpur bekleidet
- Vers 5: Sie ist die Mutter aller Greuel auf Erden
- Vers 6: Sie ist betrunken von dem Blut der Heiligen

Wie schon in Offenbarung 17 ausführlich dargestellt, ist Babylon ein Symbol für die Gemeinden, die von der reinen Lehre der Bibel abgefallen und die nicht mehr allein Jesus nachfolgen, sondern eine verbotene Verbindung mit dem Staat oder mit den Königen eingegangen sind (Staats- oder Landeskirchen) oder die Gunst der Welt suchen, um ihre Interessen durchzusetzen. Der Zorneswein ihrer Hurerei stellt dabei die falschen Lehren dar, mit denen diese Kirchen die Menschen verführen. Babylon ist somit ein Sinnbild für den Abfall innerhalb der Christenheit.

Während der erste Engel eine Botschaft an alle Sprachen und Nationen hat, fehlt dieser Hinweis bei dem zweiten Engel. Wir können daraus schließen, dass diese Botschaft an diejenigen gerichtet ist, die Gott ehren und ihn fürchten. Gott stellt das Urteil über diese Gemeinden aus. Dabei ist zu beachten, dass es eine Zeit geben wird, in der der Fall Babylons abgeschlossen ist und Gott sein Volk, d.h. diejenigen, die ihn ehren und ihn fürchten, aus Babylon heraus rufen wird (Offenbarung 18,1-4):

Danach sah ich einen andern Engel herniederfahren vom Himmel, der hatte große Macht, und die Erde wurde erleuchtet von seinem Glanz. Und er rief mit mächtiger Stimme: Sie ist gefallen, sie ist gefallen, Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Teufel geworden .. Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr, mein Volk ..

Während in Kapitel 14 Babylon lediglich gefallen ist, so wird sie bis zur Wiederkunft Jesu, wie in Offenbarung 18 beschrieben, zusätzlich noch eine Behausung der Teufel geworden sein. Dies wird sicherlich auf den zunehmenden Spiritismus innerhalb der christlichen Kirchen zurückzuführen sein. Wie im Gleichnis von den 10 Jungfrauen wird dann der Ruf an Gottes Volk ergehen, Babylon zu verlassen (Mt. 25,6):

Um Mitternacht aber erhob sich lautes Rufen: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht hinaus, ihm entgegen!

So gehören alle Gemeinden, die die erste Engelsbotschaft verworfen haben, zu Babylon. Doch das Volk Gottes, das sich noch immer in Babylon befindet, wird, sobald der Ruf ertönt, dass der Bräutigam kommt, Babylon verlassen (vgl. Der Spätregen).

 
Offenbarung 14,9-11 Und ein dritter Engel folgte ihnen und sprach mit großer Stimme: Wenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand, der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken, der unvermischt eingeschenkt ist in den Kelch seines Zorns, und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm. Und der Rauch von ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild, und wer das Zeichen seines Namens annimmt.
 
  Die dritte Engelsbotschaft warnt mit großer Stimme vor der Anbetung des Tieres und seines Bildes. Dies führt uns direkt zurück zu Offenbarung 13, wo uns diese Symbole ebenfalls begegnen.

Dort haben wir anhand biblischer Merkmale und geschichtlicher Daten herausgefunden, dass das Tier eigentlich nur für das päpstliche Rom stehen kann, das leider eine von Satan getäuschte Institution ist, und dass das Bild des Tieres nur für den abgefallenen Protestantismus stehen kann, der in die Fußstapfen Roms treten wird.

In Offenbarung 13,15 schildert uns die Bibel, dass das Bild des Tieres eines Tages dahin gehen wird, alle töten zu wollen, die es nicht anbeten. Das ist insofern interessant, als dass eine Eigenschaft Babylons das Betrunkensein vom Blut der Heiligen ist. Während im Mittelalter die Nachfolger Jesu unter den Verfolgungen durch das päpstliche Rom zu leiden hatten, so werden sich kurz vor der Wiederkunft Jesu diese Verfolgungen durch den abgefallenen Protestantismus, dem Bild des Tieres, wiederholen.

Was ist nun das Zeichen des Tieres und des Bildes?

Da die Drei-Engelsbotschaften eine Einheit bilden, muss das Zeichen des Tieres und des Bildes etwas mit der Anbetung Gottes zu tun haben, denn man nimmt das Zeichen an, indem man anstatt den Schöpfer das Tier anbetet. Da in der ersten Botschaft dazu aufgefordert wird, wieder den Schöpfer anzubeten und in den nächsten Versen das Volk Gottes als diejenigen beschrieben werden, die die Gebote Gottes halten, so ist das Zeichen des Tieres der Sonntag, der das Zeichen der päpstlichen Autorität ist (vgl. Das Malzeichen des Tieres).

Während Gott in seinem 4. Gebot (vgl. Die 10 Gebote) dazu auffordert, des Sabbats zu gedenken (vgl. Der Ruhetag Gottes), so hat das päpstliche Rom im Laufe der Zeit den Sabbat auf den Sonntag verlegt (vgl. Zitate zum Sabbat). So halten heute auch viele Protestanten einen Ruhetag, der weder in der Bibel begründet ist, noch die geringste Heiligkeit besitzt.

Doch Gott lässt sein Volk darüber nicht im Unklaren. Die Botschaften der drei Engel werden um die ganze Welt gehen und die Menschen werden über die Bedeutung des biblischen Sabbats aufgeklärt werden.

Hinweis: Beim Halten des Sabbats geht es nicht um Werkgerechtigkeit! Die Bibel lehrt ganz deutlich, dass wir ohne Werke aus Gnade gerecht werden. Beim Sabbat geht es um die Frage der Anbetung. Bete ich den Schöpfer an oder bete ich das Tier und sein Bild an. Doch die Aufforderung der ersten Engelsbotschaft lautet:

Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre ... Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!

Gott fordert auch in der dritten Botschaft zu einer Entscheidung auf. Wer dieser Aufforderung nicht nachkommen möchte, obwohl Gott in Jesus Mensch wurde und für die Sünden der Menschheit am Kreuz starb, wer sich nicht aus Dankbarkeit für seine Erlösung dem Willen Gottes unterordnen und lieber weiter sündigen möchte, den wird der Zorn Gottes treffen.

Was ist unter dem Zorn Gottes zu verstehen?

Während die Bibel eine Geschichte über die Liebe Gottes zu uns Sündern erzählt, erwähnt sie doch über 500 Mal den Zorn Gottes. Dabei ist wichtig zu wissen, dass Gott nicht über einzelne Taten zornig ist. Der Zorn Gottes richtet sich gegen diejenigen, die sein liebevolles Handeln ablehnen und in Sünde verharren wollen. Da Gott es nicht zulassen kann, dass seine Schöpfung unter der Sünde zu leiden hat, wird er die Sünde auslöschen müssen. In Offenbarung 15/16 sind die letzten sieben Plagen beschrieben, mit denen der Zorn Gottes vollendet ist. Wer unbußfertig bleibt und das Gnadenangebot Gottes nicht annehmen will, den muss Gott vertilgen, weil er eines Tages eine neue Erde aufrichten will (vgl. Offenbarung 21), auf der es keine Sünde, kein Tod und kein Leid mehr geben wird.

Hinweis: Da Gott die Sünde ein für allemal austilgen wird und die Bibel verheißt, dass es auf der neuen Erde keine Sünde mehr geben wird, so heißt das, dass die Auswirkungen des Zornes Gottes ewig sind. Genau das will diese Stelle aussagen, wenn sie davon spricht, dass der Rauch ihrer Qual von Ewigkeit zu Ewigkeit aufstiegen wird. Satan hat es leider geschafft, den Gott der Liebe so darzustellen, als ob er die Menschen für alle Zeit in einer Hölle quälen will. Da es auf der neuen Erde aber kein Leid und kein Schmerz mehr geben wird, weil alles Leid endgültig aus dem gesamten Universum verbannt sein wird, so kann es auch keine ewige Qual für die Heilsverächter geben. Die Auswirkung ihrer Rebellion gegen Gott jedoch wird dabei ewig sein.

 
Offenbarung 14,12.13 Hier ist Geduld der Heiligen! Hier sind, die da halten die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus! Und ich hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreib: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach.
 
  Der Höhepunkt der Drei-Engelsbotschaft gipfelt in der Beschreibung des Volkes Gottes. Sie halten seine Gebote und glauben an Jesus. Dies ist das Ergebnis dieser drei Botschaften. Sie halten seine Gebote nicht, weil sie dadurch vor Gott als gerecht da stehen oder um damit erlöst zu werden, nein, sondern sie halten die Gebote Gottes (vgl. Die 10 Gebote), weil sie wissen, dass die Übertretung der Gebote dem Sohn Gottes, der in Jesus Christus Mensch wurde, das Leben kostete, um uns damit zu erlösen (1. Petrus 1,18.19):

.. denn ihr wißt, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.

Weil Gott die Menschen liebt und seine Liebe dadurch gezeigt hat, dass er seinen Sohn nicht verschont hat, darum erwartet Gott von uns unsere Gegenliebe, die sich im Gehorsam und im Halten seiner Gebote zeigt (Joh. 14.15):

Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.

Da es bei den drei letzten Botschaften in erster Linie um die Anbetung Gottes geht, so ist das besondere Kennzeichen der Übrigen, so wie sie in Offenbarung 12,17 dargestellt sind, das Halten des biblischen Sabbats, weil sie sich in diesem Punkt von denen unterscheiden, die das Tier und sein Bild anbeten.

Der Glaube an Jesus zeigt sich darin, dass die Gläubigen fest mit ihm verbunden sind, ihm freudig nachfolgen und ihm in jeder Situation ihres Lebens absolut vertrauen. Die Geduld der Heiligen drückt sich deshalb darin aus, dass sie auch in Notsituationen und in schwierigen Zeiten ihrem Herrn und Erlöser treu bleiben. So werden die Gläubigen auch in der letzten großen Trübsal (vgl. Daniel 12,1), in der der große Kampf zwischen Christus und Satan zum Abschluss kommt und in der sie schwere Verfolgungen erdulden müssen, Jesus treu bleiben.

Was bedeutet es, dass die Toten selig sind?

Als Aufforderung Gottes bekommt Johannes die Anweisung, diesen Satz zu schreiben. Er dient als Trost und Ermutigung für alle, die Jesu treu ergeben sind, weil sie wissen dürfen, dass egal was kommt, sie bei der Wiederkunft Jesu auferstehen werden. Sie dürfen wissen, dass der heilige Geist, den Jesus schon damals seinen Jüngern verheißen hat, bei ihnen sein wird, um sie zu trösten und sie in alle Wahrheit zu leiten.

 
Offenbarung 14,14-16 Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke. Und auf der Wolke saß einer, der gleich war einem Menschensohn; der hatte eine goldene Krone auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel. Und ein andrer Engel kam aus dem Tempel und rief dem, der auf der Wolke saß, mit großer Stimme zu: Setze deine Sichel an und ernte; denn die Zeit zu ernten ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist reif geworden. Und der auf der Wolke saß, setzte seine Sichel an die Erde, und die Erde wurde abgeerntet.
 
  In der nächsten Szene sieht Johannes die Wiederkunft Jesu. Da in Mt 25,31 steht, dass Jesus mit allen seinen Engeln kommen wird, so ist die Wolke ein Symbol für die Engel Gottes.




Die Engel werden dabei ausgesandt, um die Nachfolger Jesu, die geduldig auf sein Kommen gewartet haben, zu sammeln. Die Bibel beschreibt diesen Vorgang mit einer Ernte. Schon in Mt 13,30 hat Jesus damals seinen Jüngern gezeigt, dass die Menschen erst bei seiner Wiederkunft vollständig erlöst werden:

Laßt beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune.

Hinweis: Manche Menschen glauben an eine heimliche Entrückung der Gläubigen vor der eigentlichen Wiederkunft Jesu. Da Jesus in seinem Gleichnis von der Ernte deutlich gemacht hat, dass das Volk Gottes bis zum Ende ausharren muss und erst dann erlöst wird, ist die Lehre von der heimlichen Entrückung unbiblisch.

 
Offenbarung 14,17-20 Und ein andrer Engel kam aus dem Tempel im Himmel, der hatte ein scharfes Winzermesser. Und ein andrer Engel kam vom Altar, der hatte Macht über das Feuer und rief dem, der das scharfe Messer hatte, mit großer Stimme zu: Setze dein scharfes Winzermesser an und schneide die Trauben am Weinstock der Erde, denn seine Beeren sind reif! Und der Engel setzte sein Winzermesser an die Erde und schnitt die Trauben am Weinstock der Erde und warf sie in die große Kelter des Zornes Gottes. Und die Kelter wurde draußen vor der Stadt getreten, und das Blut ging von der Kelter bis an die Zäume der Pferde, tausendsechshundert Stadien weit.
 
  Der Zorn Gottes, der mit den sieben letzten Plagen aus Offenbarung 15/16 vollendet wird, wird diejenigen treffen, die sich dem Willen Gottes nicht unterordnen wollen. Die Bibel lehrt in Offenbarung 1,7, dass alle Menschen die Wiederkunft Jesu sehen werden. Die Anbeter des Tieres und seines Bildes werden aber den Glanz Jesu nicht ertragen können (Offenbarung 6,12-17):

Und die Könige auf Erden und die Großen und die Obersten und die Reichen und die Gewaltigen und alle Sklaven und alle Freien verbargen sich in den Klüften und Felsen der Berge und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn es ist gekommen der große Tag ihres Zorns, und wer kann bestehen?